Herstellerabhängigkeiten reduzieren

Vendor Lock-in vermeiden – strategische Handlungsfähigkeit sichern

Wenn Abhängigkeiten zum Geschäftsrisiko werden

Viele mittelständische Unternehmen treffen Technologieentscheidungen pragmatisch:
ein ERP-Ökosystem, eine Cloud-Plattform, ein Implementierungspartner, ein „Standard“-Toolset. Das ist zunächst effizient – bis sich Abhängigkeiten verfestigen.

Typische Auslöser, warum das Thema plötzlich kritisch wird:

  • Preiserhöhungen oder geänderte Lizenzmodelle
  • Hersteller stellt Produkte ein oder verändert Roadmaps
  • Cloud-Kosten steigen und sind schwer steuerbar
  • Wechsel des Implementierungspartners ist kaum möglich
  • Audits, Datenschutz oder Kundenanforderungen erzwingen Änderungen
  • Integration neuer Systeme wird teuer, weil alles auf einen Vendor zugeschnitten ist

Die Folge:
Technologieentscheidungen werden zu strategischen Fesseln.
Innovationsfähigkeit sinkt. Verhandlungsmacht geht verloren. Risiken steigen.

Unser Ziel: Handlungsfähigkeit statt Abhängigkeit

Wir machen keine „Anti-Vendor“-Projekte.
Wir schaffen eine Architektur, die euch Wahlfreiheit ermöglicht.

Unser Anspruch:

  • Austauschbarkeit, wo es sinnvoll ist
  • klare Abstraktionsschichten statt proprietärer Direktkopplung
  • offene Standards und saubere Schnittstellenverträge
  • Kosten- und Risikotransparenz
  • realistische Exit-Optionen (Cloud, Tools, Partner)
  • Compliance- und Security-Fähigkeit unabhängig vom Hersteller

Ziel ist nicht „alles ersetzen“.
Ziel ist strategische Optionalität.

Was Herstellerabhängigkeit wirklich bedeutet

Vendor Lock-in entsteht meist nicht durch ein Tool – sondern durch Architekturentscheidungen.


1. Technischer Lock-in

  • Proprietäre Schnittstellen statt standardisierter APIs
  • Anbieter-spezifische Services ohne Abstraktionsschicht
  • Enge Kopplung zwischen Frontend, Kernsystem und Daten
  • Datenmodelle, die nur in einem Tool funktionieren

2. Daten-Lock-in

  • Daten sind nicht exportierbar oder schwer migrierbar
  • fehlende Historisierung oder klare Datenverantwortung
  • Reporting/BI hängt an vendor-spezifischen Strukturen
  • unklare Datenqualität und -transformation

3. Betriebs-Lock-in

  • Betrieb nur mit Spezialwissen möglich
  • fehlende Automatisierung (CI/CD, Infrastructure as Code)
  • Monitoring ist vendor-spezifisch, nicht end-to-end
  • keine standardisierten Betriebsprozesse

4. Partner-Lock-in

  • Implementierung ist nur durch einen Dienstleister beherrschbar
  • fehlende Dokumentation, fehlende Architektur-Governance
  • individuelle Lösungen statt wiederverwendbarer Muster

Vendor Lock-in ist damit selten eine einzelne Ursache – sondern ein Strukturproblem.

Das Notivia Architecture Framework als Gegenmittel

Im Notivia Framework reduzieren wir Abhängigkeiten strukturell über klar definierte Ebenen:

System of Record
Kernsysteme bleiben stabil – aber werden sauber abgegrenzt.

Integration & Event Layer
Schnittstellen und Events schaffen Entkopplung und Austauschbarkeit.

Process & Automation Layer
Prozesslogik wird unabhängig von einzelnen Systemen orchestriert.

Data & Intelligence Layer
Datenplattform entkoppelt Analyse und KI von operativen Tools.

System of Insight
Reporting basiert auf konsolidierten Daten – nicht auf vendor-spezifischen Views.

System of Engagement
Frontends bleiben innovationsfähig und unabhängig vom Backend.

Security, Observability und Delivery wirken als Querschnitt – und reduzieren Betriebs-Lock-in.

Unsere Rolle: Vendor Lock-in systematisch reduzieren – ohne Big Bang

Wir ersetzen nicht blind Systeme.
Wir schaffen eine Architektur, die Wechsel ermöglicht – Schritt für Schritt.

Analyse der bestehenden Abhängigkeiten

  • Identifikation vendor-spezifischer Services und Kopplungen
  • Analyse der Schnittstellenlandschaft (Punkt-zu-Punkt vs. standardisiert)
  • Bewertung von Datenflüssen, Exportierbarkeit und Historisierung
  • Sichtbarkeit der Betriebs- und Delivery-Abhängigkeiten (CI/CD, Monitoring, IaC)
  • Bewertung von Partnerabhängigkeiten (Dokumentation, Ownership, Know-how)
Ziel: Ein transparenter Lock-in-Report statt Bauchgefühl.

Ziel: Ein transparenter Lock-in-Report statt Bauchgefühl.

  • Welche Abhängigkeiten sind geschäftskritisch?
  • Welche erzeugen die größten Folgekosten?
  • Welche verhindern Innovation oder neue Geschäftsmodelle?
  • Welche sind Compliance- oder Security-Risiken?
Ziel: Prioritäten nach Business-Impact, nicht nach Ideologie.

Zielarchitektur: Abstraktion und Austauschbarkeit definieren

  • Definition stabiler Schnittstellenverträge (APIs/Events)
  • Einführung eines Integration & Event Layers als Entkopplungsschicht
  • Datenstrategie: zentrale Datenplattform statt Reporting im Kernsystem
  • Trennung von Prozesslogik (Orchestrierung) und Domänenlogik (System of Record)
  • Standardisierung von Betrieb und Deployment (Portabilität)
Ziel: Technische Grundlagen für optionalen Wechsel schaffen.

Exit-Strategien und Migrationspfade

  • „Strangler“-Ansatz: Schrittweise Entkopplung statt Austausch auf einmal
  • Aufbau paralleler Komponenten dort, wo es sinnvoll ist
  • Datenmigration als geplanter Prozess (inkl. Qualität, Historie, Governance)
  • Minimierung von Betriebsrisiko durch Iteration und Fallbacks
Ziel: Reale Exit-Optionen – ohne operative Instabilität.

Governance & Enablement

  • Schnittstellenkatalog und Architektur-Standards
  • Dokumentation und Ownership etablieren
  • Quality Gates für neue Abhängigkeiten
  • Know-how-Transfer für interne Teams
Ziel: Lock-in nicht nur lösen – sondern künftig vermeiden.

Was Mittelständler aktuell besonders dringend brauchen

Aus der Praxis sind das häufig die größten Schmerzpunkte:

1) Kostenkontrolle bei Cloud und Lizenzen

Steigende Kosten lassen sich ohne Architektur-Transparenz kaum steuern.
FinOps-ähnliche Transparenz und klare Verantwortung werden wichtiger.

2) Souveräne Datenhaltung & Governance

Kundenanforderungen, Datenschutz, Auditability und KI-Nutzung erfordern klare Datenkontrolle.

3) Austauschbare Integrationen statt „Speziallösungen“

Viele Lock-ins entstehen über Schnittstellen. Entkopplung schafft Handlungsfähigkeit.

4) KI-Nutzung ohne Datenabfluss-Risiko

LLM-Nutzung braucht klare Regeln: Welche Daten dürfen wohin? Welche Modelle? Welche Logs?

5) Weniger Abhängigkeit von einzelnen Dienstleistern

Dokumentation, Standards und Architektur-Governance sind der Hebel.

Der Mehrwert für Ihr Unternehmen

Unternehmen mit reduzierten Herstellerabhängigkeiten gewinnen:

  • Bessere Verhandlungsmacht bei Preisen und Vertragsbedingungen
  • Geringeres Risiko bei Herstelleränderungen
  • Schnellere Integration neuer Systeme und Services
  • Stabilere Systemlandschaft durch Entkopplung
  • Mehr Innovationsfähigkeit im Frontend und in Prozessen
  • Kontrollierbare Compliance- und Security-Strukturen
  • Langfristig niedrigere Total Cost of Ownership (TCO)

Optionalität ist kein Luxus – sie ist Resilienz.

Wie abhängig ist Ihre IT wirklich?

In einem strukturierten Lock-in-Assessment analysieren wir Ihre Systemlandschaft, bewerten Abhängigkeiten und entwickeln eine Roadmap zur Reduktion – pragmatisch, iterativ und ohne Big Bang.

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