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KI-Readiness Check

KI-Readiness Check

Ist Ihr Unternehmen bereit für KI?

20 Fragen, 5 Kategorien, 5 Minuten. Finden Sie heraus, wo Ihr Unternehmen beim Thema Künstliche Intelligenz steht -- und wo die größten Lücken liegen.

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Kategorie 1: Datenbasis & Datenqualität
Die Grundlage jeder KI-Initiative: Wissen Sie, welche Daten Sie haben -- und sind sie nutzbar?
1
Haben Sie einen Überblick, welche Daten in Ihrem Unternehmen existieren und wo sie gespeichert sind?
Warum wichtig

Ohne ein Dateninventar wissen Sie nicht, welche Grundlage für KI überhaupt vorhanden ist. KI-Modelle sind nur so gut wie die Daten, auf denen sie trainiert werden.

Tipp: Erstellen Sie ein einfaches Dateninventar: Welche Systeme führen welche Daten? Wer ist verantwortlich?
2
Sind Ihre geschäftskritischen Daten strukturiert, bereinigt und in guter Qualität verfügbar?
Warum wichtig

Schlechte Datenqualität ist der häufigste Grund für gescheiterte KI-Projekte. "Garbage in, garbage out" gilt hier besonders.

Tipp: Starten Sie mit einem Data-Quality-Audit für Ihre wichtigsten 3-5 Datenquellen.
3
Gibt es klare Regeln, wer Daten ändern, löschen und nutzen darf (Data Governance)?
Warum wichtig

Data Governance stellt sicher, dass KI-Modelle auf verlässlichen, konsistenten Daten trainiert werden -- und dass regulatorische Anforderungen erfüllt sind.

Tipp: Definieren Sie Data Owner pro Fachbereich und dokumentieren Sie Zugriffsrechte.
4
Können Daten aus verschiedenen Systemen zusammengeführt und analysiert werden?
Warum wichtig

KI entfaltet ihren größten Nutzen, wenn Daten aus verschiedenen Quellen kombiniert werden. Isolierte Datensilos begrenzen das Potenzial massiv.

Tipp: Prüfen Sie, ob Ihre Systeme APIs oder Exportfunktionen bieten. Ein zentrales Data Warehouse kann helfen.
Kategorie 2: Infrastruktur & Technologie
Haben Sie die technische Basis, um KI-Projekte umzusetzen und zu betreiben?
5
Wissen Sie, welche KI-Funktionen bereits in Ihren vorhandenen Tools stecken (Microsoft 365 Copilot, CRM, ERP)?
Warum wichtig

Der schnellste KI-Einstieg führt über Software, die Sie schon besitzen. Wer das vorhandene KI-Potenzial kennt, vermeidet Doppel-Lizenzen und Parallel-Projekte -- und sammelt schnell erste Praxiserfahrung.

Tipp: Inventarisieren Sie die KI-Funktionen Ihrer bestehenden Software (Microsoft 365, CRM, ERP). Dort liegt oft ungenutztes Potenzial, das sich sofort aktivieren lässt.
6
Haben Sie eine zentrale Datenplattform oder ein Data Warehouse/Data Lake?
Warum wichtig

Eine zentrale Datenplattform ist das Fundament für skalierbare KI. Ohne sie verbringen Data Scientists 80% ihrer Zeit mit Datenbeschaffung statt Modellentwicklung.

Tipp: Beginnen Sie mit einem einfachen Cloud-basierten Data Warehouse -- das ist in Tagen aufgesetzt, nicht Monaten.
7
Sind Ihre IT-Systeme über APIs oder Schnittstellen integrierbar?
Warum wichtig

KI-Lösungen müssen in bestehende Workflows integriert werden. Ohne APIs bleibt KI ein isoliertes Experiment statt eines produktiven Werkzeugs.

Tipp: Dokumentieren Sie vorhandene APIs und identifizieren Sie Systeme ohne Schnittstellen als Modernisierungskandidaten.
8
Können Sie KI-Tools sicher und datenschutzkonform an Ihre Systeme anbinden (EU-Hosting, Zugriffsrechte, AV-Vertrag)?
Warum wichtig

Ob Copilot, Dokumenten-Assistent oder KI-Agent: Der Nutzen entsteht erst durch die Anbindung an Ihre Daten und Systeme. Ohne geklärtes Hosting, saubere Berechtigungen und Auftragsverarbeitung wird jedes KI-Tool zum Compliance-Risiko.

Tipp: Prüfen Sie pro KI-Tool drei Dinge: Wo werden Daten verarbeitet (EU?), welche Zugriffe braucht es wirklich, gibt es einen AV-Vertrag? Eine kurze Checkliste reicht für den Start.
Kategorie 3: Use Cases & Strategie
Wissen Sie, wo KI den größten Hebel hat -- und gibt es einen Plan?
9
Haben Sie konkrete KI-Use-Cases identifiziert, die einen messbaren Business-Nutzen versprechen?
Warum wichtig

KI ohne klaren Business-Case wird zum teuren Experiment. Die erfolgreichsten KI-Projekte lösen konkrete Geschäftsprobleme.

Tipp: Workshop mit Fachbereichen: Wo sind die größten Zeitfresser? Wo werden Entscheidungen auf Bauchgefühl getroffen?
10
Gibt es eine priorisierte Roadmap für KI-Initiativen?
Warum wichtig

Ohne Roadmap verzetteln sich Unternehmen in zu vielen parallelen Experimenten. Eine klare Priorisierung maximiert den Return on Investment.

Tipp: Priorisieren Sie nach Impact x Machbarkeit. Starten Sie mit einem Quick Win, nicht mit dem größten Projekt.
11
Sind die erwarteten KPIs und Erfolgskriterien für KI-Projekte definiert?
Warum wichtig

Ohne klare Erfolgskriterien können Sie nicht beurteilen, ob ein KI-Projekt funktioniert. Das führt zu endlosen Piloten ohne Entscheidung.

Tipp: Definieren Sie vorab: Was messen wir? Was ist "gut genug"? Wann brechen wir ab?
12
Gibt es ein Budget und eine Zeitplanung für KI-Initiativen?
Warum wichtig

KI-Projekte brauchen dedizierte Ressourcen. Wenn KI "nebenbei" läuft, scheitert es an mangelnder Aufmerksamkeit und fehlenden Mitteln.

Tipp: Planen Sie 3-6 Monate für einen Proof of Concept. Budget: 20-50T EUR für den ersten Use Case ist realistisch.
Kategorie 4: Organisation & Kompetenzen
Hat Ihr Team die Fähigkeiten und die Rückendeckung, um KI umzusetzen?
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Gibt es im Unternehmen Mitarbeiter mit Erfahrung in Datenanalyse, ML oder KI?
Warum wichtig

Interne Kompetenz ist entscheidend, um KI-Projekte zu steuern, Ergebnisse zu bewerten und Lösungen weiterzuentwickeln -- auch wenn externe Partner unterstützen.

Tipp: Sie brauchen kein Data-Science-Team. Ein datenaffiner Mitarbeiter + externer Partner reicht für den Start.
14
Ist die Geschäftsführung aktiv hinter den KI-Initiativen und stellt Ressourcen bereit?
Warum wichtig

KI verändert Prozesse und erfordert Investitionen. Ohne Rückendeckung der Führungsebene fehlen Budget, Entscheidungskraft und Change-Management.

Tipp: Bereiten Sie eine 10-Minuten-Präsentation mit einem konkreten Use Case und erwartetem ROI vor.
15
Gibt es eine klare Verantwortlichkeit für das Thema KI/Daten im Unternehmen?
Warum wichtig

Ohne einen Verantwortlichen bleibt KI ein Thema, über das alle reden, aber niemand handelt. Klare Ownership beschleunigt Fortschritt erheblich.

Tipp: Bestimmen Sie einen KI-Verantwortlichen -- intern oder als externer Fractional CAIO.
16
Werden Ihre Mitarbeitenden systematisch in KI-Kompetenz geschult (Pflicht nach Art. 4 EU AI Act)?
Warum wichtig

Seit Februar 2025 verlangt der EU AI Act nachweisbare KI-Kompetenz von allen, die mit KI arbeiten (Art. 4). Und: KI-Tools werden nur angenommen, wenn Mitarbeitende sie verstehen und ihnen vertrauen.

Tipp: Starten Sie mit einer KI-Grundschulung für alle (2-3 Stunden) und dokumentieren Sie die Teilnahme -- das zahlt auf die Pflicht aus Art. 4 AI Act ein und baut Vertrauen auf.
Kategorie 5: Ethik, Compliance & Skalierung
Sind die Leitplanken gesetzt -- für verantwortungsvolle KI, die auch im Betrieb funktioniert?
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Haben Sie ein KI-Inventar: Wissen Sie, wo überall KI im Unternehmen im Einsatz ist -- und in welche Risikoklasse die Anwendungen fallen?
Warum wichtig

Der EU AI Act verlangt einen risikobasierten Umgang mit KI. Dafür müssen Sie wissen, welche KI-Anwendungen im Einsatz sind -- inklusive Schatten-KI und KI-Funktionen in eingekaufter Software -- und wie sie einzustufen sind.

Tipp: Erstellen Sie ein einfaches KI-Inventar: Tool, Zweck, verarbeitete Daten, Risikoklasse nach AI Act. Eine Tabelle genügt für den Anfang.
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Sind Datenschutz-Anforderungen (DSGVO) für KI-Anwendungen geklärt?
Warum wichtig

KI-Modelle, die personenbezogene Daten verarbeiten, unterliegen der DSGVO. Verstöße können teuer werden -- und das Vertrauen von Kunden und Mitarbeitern zerstören.

Tipp: Binden Sie Ihren Datenschutzbeauftragten früh ein. Anonymisierung und Pseudonymisierung sind oft einfacher als gedacht.
19
Gibt es einen Plan, erfolgreiche KI-Piloten in den produktiven Betrieb zu überführen?
Warum wichtig

87% der KI-Modelle schaffen es nie in die Produktion. Ein klarer Pfad vom Pilot zur Produktion ist der Unterschied zwischen KI als Experiment und KI als Wertschöpfung.

Tipp: Planen Sie von Anfang an für Produktion: Monitoring, Retraining, Fallback-Strategien.
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Werden KI-Nutzung und -Ergebnisse überwacht -- mit klaren Regeln, welche Tools erlaubt sind (Schatten-KI)?
Warum wichtig

KI im Alltag braucht Leitplanken: Ohne Monitoring und Nutzungsregeln entstehen Schatten-KI, Qualitätsprobleme und unkontrollierte Kosten. Der AI Act verlangt zudem menschliche Aufsicht über KI-Systeme.

Tipp: Definieren Sie eine kurze KI-Nutzungsrichtlinie (erlaubte Tools, Datenregeln, Freigaben) und prüfen Sie Qualität, Kosten und Vorfälle in einem regelmäßigen Review.

KI-Readiness Check Auswertung

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Datenbasis & Datenqualität
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EU AI Act
Der EU AI Act gilt stufenweise: Seit Februar 2025 sind KI-Kompetenz (Art. 4) und das Verbot bestimmter KI-Praktiken verbindlich, seit August 2025 die Pflichten für generative KI-Modelle (GPAI). Ab August 2026 kommen die umfassenden Anforderungen an Hochrisiko-Systeme hinzu. Wer KI-Inventar, Richtlinien und Schulungen jetzt aufsetzt, erfüllt die Pflichten ohne Zeitdruck.